أسقط

Politisches koreanisches Gedicht

Eine Person legte Einspruch gegen die Entscheidung von Meta ein, ein Bild eines koreanischen Gedichts mit dem Titel „The Scream of General Hong Beom-Do“ (Der Schrei des Generals Hong Beom-Do) von Lee Dong Soon auf Facebook zu entfernen. Nachdem das Oversight Board Meta auf den Einspruch aufmerksam gemacht hatte, hob das Unternehmen seine ursprüngliche Entscheidung auf und stellte den Beitrag wieder her.

نوع القرار

ملخص

السياسات والمواضيع

عنوان
فنون/كتابة/شعر، حرية التعبير، سياسة
معيار المجتمع
خطاب يحض على الكراهية

المناطق/البلدان

موقع
اليابان، Südkorea

منصة

منصة
Facebook

Dies ist eine zusammenfassende Entscheidung. In zusammenfassenden Entscheidungen werden Fälle untersucht, in denen Meta seine ursprüngliche Entscheidung über einen Inhalt rückgängig gemacht hat, nachdem das Oversight Board das Unternehmen darauf aufmerksam gemacht hat. Außerdem enthalten diese Entscheidungen Informationen über die von Meta eingeräumten Fehler. Sie werden von einem Gremium von Oversight Board-Mitgliedern genehmigt, nicht vom gesamten Board, beinhalten keine öffentlichen Kommentare und haben keinen Präzedenzwert für das Gremium. Zusammenfassende Entscheidungen führen unmittelbar zu Änderungen an den Entscheidungen von Meta, wobei sie diese Korrekturen transparent machen, und gleichzeitig zeigen sie auf, wo Meta seine Durchsetzung verbessern könnte.

Zusammenfassung des Falls

Eine Person legte Einspruch gegen die Entscheidung von Meta ein, ein Bild eines koreanischen Gedichts mit dem Titel „The Scream of General Hong Beom-Do“ (Der Schrei des Generals Hong Beom-Do) von Lee Dong Soon auf Facebook zu entfernen. Nachdem das Oversight Board Meta auf den Einspruch aufmerksam gemacht hatte, hob das Unternehmen seine ursprüngliche Entscheidung auf und stellte den Beitrag wieder her.

Beschreibung des Falls und Hintergrundinformationen

Im September 2023 postete ein*e Facebook-Nutzer*in ein Bild eines koreanischen Gedichts mit dem Titel „The Scream of General Hong Beom-Do“ (Der Schrei von General Hong Beom-Do) von Lee Dong Soon, in dem der Versuch der Behörden kritisiert wird, die Büste des Generals zu versetzen. Das Gedicht drückt auf künstlerische Weise Hong Beom-Dos Meinung über die geplante Versetzung seiner Büste aus und enthält den Begriff „wae-nom“ (왜놈), was wörtlich übersetzt „person from Japan“ (Person aus Japan) bedeutet. In der Zeit der japanischen Besetzung Koreas wurde der Begriff von der Bevölkerung als allgemeine Bezeichnung für die japanischen Invasoren verwendet. Seither wird er häufig als beleidigender, abwertender Begriff für „Japanese bastards“ (japanische Bastarde) oder böse Menschen verwendet. Der Beitrag hatte weniger als 500 Aufrufe.

Hong Beom-Do war eine prominente Persönlichkeit im Korea des frühen 20. Jahrhunderts, als die Region unter japanischer Herrschaft stand. Er war Aktivist und General und führte die koreanische Unabhängigkeitsarmee zu mehreren bemerkenswerten Siegen in Schlachten gegen die japanischen Streitkräfte. Der*Die Nutzer*in postete diesen Inhalt zu einer Zeit, in der sich der ideologische Konflikt zwischen Politiker*innen verschärfte, weil die Büste des Generals wegen seiner früheren Verbindungen zu den kommunistischen Kräften der Sowjetunion aus der koreanischen Militärakademie entfernt werden sollte. Die Begründung des Verteidigungsministeriums für die Verlegung der Büste stößt in der Öffentlichkeit auf erheblichen Widerstand.

Lee Dong Soon hat das Gedicht auch auf Facebook gepostet. Es wurde jedoch von Meta entfernt, weil es gegen die Richtlinie zu Hassrede verstößt, was zu einer Kontroverse führte. Nachdem das Gedicht entfernt worden war, starteten Nutzer*innen eine Kampagne, um das Gedicht weiter auf Facebook zu verbreiten.

Meta entfernte den Beitrag der Person zunächst aufgrund seines Gemeinschaftsstandards zu Hassrede, weil er „eine Person oder eine Personengruppe [aufgrund ihrer] geschützten Eigenschaft(en) [in Form von] Beleidigungen“ angreift. Die Richtlinie definiert Beleidigung als „Verwendung profaner Begriffe oder Ausdrücke ... mit der Absicht, zu beleidigen“.

Nachdem das Oversight Board Meta auf diesen Fall aufmerksam gemacht hatte, stellte das Unternehmen fest, dass der Begriff „wae-nom“ in diesem Gedicht nicht als Schimpfwort verwendet wurde, sondern als Bezeichnung für japanische Soldaten als Invasoren. Daher verstieß der Inhalt nicht gegen den Gemeinschaftsstandard zu Hassrede; und die Entfernung des Beitrags war nicht korrekt. Daraufhin stellte das Unternehmen den Beitrag auf Facebook wieder her.

Befugnis und Wirkungsbereich des Oversight Boards

Das Board ist befugt, die Entscheidung von Meta nach dem Einspruch der Person zu prüfen, deren Inhalt entfernt wurde (Artikel 2 der Satzung, Abschnitt 1; Artikel 3 der Satzung, Abschnitt 1).

Wenn Meta einen Fehler einräumt und seine Entscheidung in einem Fall, der dem Oversight Board zur Überprüfung vorliegt, rückgängig macht, kann das Oversight Board diesen Fall für eine zusammenfassende Entscheidung auswählen (Artikel 2 der Satzung, Abschnitt 2.1.3). Das Board überprüft die ursprüngliche Entscheidung, um das Verständnis für Prozesse der Inhaltsmoderation zu verbessern, Fehler zu reduzieren und für mehr Fairness zu sorgen gegenüber Facebook- und Instagram-Nutzer*innen.

Bedeutsamkeit des Falls

Dieser Fall veranschaulicht die Herausforderungen, mit denen Meta bei der Durchsetzung seiner Richtlinie zu Hassrede konfrontiert ist, insbesondere wenn es um künstlerische Äußerungen und historische Bezüge geht.

Dieser Fall ähnelt einer früheren Fallentscheidung des Gremiums (Russisches Gedicht), in dem das Oversight Board die ursprüngliche Entscheidung von Meta aufhob, einen Beitrag im Rahmen der Richtlinie zu Hassrede zu entfernen, der russische Soldaten beleidigte und die russische Armee in der Ukraine mit den Nazis verglich. In seiner Entscheidung erklärte das Oversight Board, dass die fehlende Berücksichtigung des Kontexts der russischen Invasion in der Ukraine bei der Moderation von Inhalten in großem Umfang die Nutzer*innen daran hinderte, sich zu Themen von öffentlichem Interesse zu äußern. Das Gremium hat in mehreren Fällen festgestellt (z. B. in den Fallentscheidungen Äußerungen in arabischer Sprache und Lob sei Gott), dass Probleme aufgrund kultureller Missverständnisse und linguistischer bzw. Übersetzungsfehler zu einer unangemessenen Durchsetzung der Meta-Richtlinien führen können.

Das Oversight Board hat Empfehlungen ausgesprochen, um die Durchsetzung der Meta-Richtlinie zu Hassrede unter Berücksichtigung des jeweiligen kulturellen Kontextes zu verbessern. In einer früheren Entscheidung hatte das Board Meta aufgefordert, „eine Bewertung der Genauigkeit von Überprüfungen mit Schwerpunkt auf Ausnahmen von der Richtlinie zur Vermeidung von Hassrede durchzuführen. Gegenstand dieser Untersuchung sollten künstlerische Freiheit und Hinweise auf Menschenrechtsverstöße sein (z. B. Verurteilung solcher Verstöße oder das Aufmerksammachen auf diese)“ (Wampumgürtel, Empfehlung Nr. 3). Meta hat diese Empfehlung umgesetzt, wie aus den veröffentlichten Informationen hervorgeht.

Das Oversight Board ist der Ansicht, dass die vollständige Umsetzung dieser Empfehlungen dazu beitragen könnte, die Zahl der Fehler bei der Durchsetzung der Meta-Richtlinie zu Hassrede zu verringern. Diese Fehler hängen häufig mit mangelnden Nuancen, fehlendem Kontext und kulturspezifischen linguistischen Analysen zusammen.

Entscheidung

Das Oversight Board hebt die ursprüngliche Entscheidung von Meta auf, den Inhalt zu entfernen. Das Oversight Board erkennt an, dass Meta seinen ursprünglichen Fehler korrigiert hat, nachdem das Board das Unternehmen auf den Fall aufmerksam gemacht hat.

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